Dietmar Weber

Der Gitarrist von Fozzybear in Interview:

Redaktion: Wie bist Du zur Musik gekommen?
Dietmar: Wie von selbst, meine Eltern hörten Schlager, meine Cousins hörten Beatles, Hendrix und Deep Purple. Meine erste Gitarre war ein Federballschläger. Der war natürlich viel zu leise und wurde irgendwann (so mit 13) gegen eine Akustikgitarre getauscht. Als mir verschiedene Leute versuchten zu zeigen, wie rum man die Gitarre hält und wo man wie greifen muss, wünschten sich meine Eltern schnell den Federballschläger zurück. Aber: bei den Mädchen in der Nachbarschaft kam die Gitarre auf jeden Fall super an.

Redaktion: Welche Musiker und Bands haben Dich in Deiner Anfangszeit maßgeblich beeinflusst?
Dietmar: Gilmour, Hendrix, Oldfield, Knopfler, Blackmore, die Eagles, Jimmy Page und noch viel mehr. Wenn Du ein Instrument spielst, schaust Du Dir bei jedem was ab, Du saugst alles auf. Und Du willst die ganzen tollen Stücke auch spielen: Smoke On The Water, Stairway To Heaven, Sultans Of Swing und Voodoo Chile. Und warum? Weil das alles geiles Zeug ist!!!

Redaktion: Seit wann bist Du bei Fozzybear?
Dietmar: Seit Frühjahr 2017.

Redaktion: Was hat Dich zu Fozzybear geführt?
Dietmar: Die haben zweimal im Laufe eines halben Jahres im Musicstore inseriert. Beim ersten Mal war ich schnell in Deckung gegangen (wegen „wärst Du Dussel doch im Dorf geblieben“ usw.). Die Band kam auf der Website sympathisch herüber, das musste ein Fake sein, so nette Leute gibt es in Musikerkreisen nicht. Das war doch alles total unglaubwürdig. Und ich hab’s gewusst, und jetzt habe ich den Salat. Sind die echt so nett? Kann doch gar nicht sein! Oder Doch?

Redaktion: Was macht die Band Fozzybear für Dich aus?
Dietmar: Fozzybear ist die einzige Coverband, die ich noch kenne, die sich weniger darum schert, was das Publikum möglicherweise hören will oder was andere Coverbands spielen. Fozzybear spielt das, was Fozzybear gefällt. Das ist authentisch, das kommt an. Das war eigentlich nur bei meiner ersten Coverband vor etwa 30 Jahren genauso, danach leider nie wieder.

Redaktion: Wo liegt der Reiz die Hits bekannter Künster zu interpretieren?
Dietmar: Die Hits der Helden sind immer eine Herausforderung für jeden Musiker. Der Reiz dabei ist ganz klar der Wiedererkennungswert. Man muss nicht jede Note genauso spielen wie im Original. Das tun die Helden oftmals selber nicht, aber der Zuhörer sollte das Stück nach wenigen Augenblicken erkennen. Du entwickelst Dich als Musiker auch nur weiter, wenn Du Dich auf diese Art und Weise immer wieder selber forderst. Außerdem machen die Stücke Spass.

Redaktion: Nenne uns bitte zum Ende des Interviews Deine 5 Alben für die einsame Insel (@Digital Natives: Alben = CDs = mp3s)
Dietmar: Dark Side Of The Moon (Pink Floyd), It Could Happen To You (Jan Akkerman), Physical Graffiti (Led Zeppelin), Misplaced Childhood (Marillion). Fehlt noch was? Ok: Love Over Gold (Dire Straits).

Redaktion: Was kann ich erwarten, wenn das Licht angeht und Fozzybear die Bühne betritt?
Dietmar: Jede Mange gute Laune und sehr viel Qualität, let us entertain you!

Redaktion: Nun möchte ich noch auf Dein Equipment zu sprechen kommen! Was setzt Du live und im Proberaum ein und warum?
Dietmar: Mein Equipment ist total „Vintage“ ausgerichtet. Ich spiele verschiedene Fender Strats und Teles. Die meisten sind Originale aus den 60er und 70er Jahren. Manchmal greife ich auch zur Les Paul, aber wirklich nur manchmal. Am Ende meiner Kette steht je nach Bühne ein JTM-45 Klon von TAD oder ein original 65‘er Fender Top mit 2×12“ Box. Auf meinen Floorboards ist alles Mögliche montiert. Hier ist vieles „analog“, aber nicht alles wirklich „Vintage“.

Redaktion: Vielen Dank für das nette Gespräch!
Dietmar: Ja genau, stimmt, nettes Gespräch, endlich fertig. Tschüss, Du und selber Danke.