Thomas „Tommi“ Binke

Der Schlagzeuger von Fozzybear im Interview:

Redaktion: Wie bist Du zur Musik gekommen?
Tommi: Oh, das weiß ich noch genau: Mit 4 Jahren von meinem Vater auf einer kleinen rosa Plastikschüssel mit Ofenanzündholz – wir hatten damals noch Ofenheizung, etwas vorgetrommelt bekommen. Ist zwar 48 Jahre her, aber ich kann mich noch genau an den Groove erinnern.

Redaktion: Welche Musiker und Bands haben Dich in Deiner Anfangszeit maßgeblich beeinflusst?
Tommi: Naja, in den ersten Jahren gab es noch nicht wirklich Vorbilder. Ich war einfach nur mit mir selbst beschäftigt und haute auf allem herum wo interessanter Klang rauskam (inkl. selbstgebautem Schlagzeug bestehend aus Blechkanistern und Eimern sowie Mutters Trockenhauben-Ständer als Beckenhalterung – Becken war ein Blecheimerdeckel). Beeinflussung durch Musiker und Bands begann erst im Alter von ca. 10 – 11 Jahren. Das waren dann Namen wie „The Rubbetes“, „The Sweet“ später auch „Deep Purple“, „Pink Floyd“ oder „Mothers Finest“ – also sehr vielschichtig.

Redaktion: Seit wann bist Du bei Fozzybear?
Tommi: Oh, da erwischst du mich auf der Seife. Seit 2009 oder 2010. Ich müsste da genauer recherchieren.

Redaktion: Was hat Dich zu Fozzybear geführt?
Tommi: Durch eine Anzeige auf der „Music Store“-Homepage. In meinem/unserem Alter lernt man sich halt nicht mehr einfach so kennen J

Redaktion: Was macht die Band Fozzybear für Dich aus?
Tommi: Disziplinierte Probenarbeit. Aber auch der Kompromiss, einerseits Songs möglichst am Original angelehnt zu covern, und andererseits die Freiheit, Elemente zu interpretieren. Da kommen zum Teil sehr interessante Ergebnisse bei rum.

Redaktion: Wo liegt der Reiz die Hits bekannter Künstler zu interpretieren?
Tommi: Das sehe ich ganz klar als Horizonterweiterung des eigenen spielerischen Könnens. Man bekommt es immer wieder mal mit Grooves oder Groove-Passagen zutun, da kommt man im Leben nicht selbst drauf. Wenn man sich das drauf geschafft hat, wundert man sich anschließend selbst, wo zu man in der Lage sein kann.

Redaktion: Was kann ich erwarten, wenn das Licht angeht und Fozzybear die Bühne betritt?
Tommi: J alles, nur nicht, dass du still auf der Stelle rumstehen wirst und dich langweilst. Einen abwechslungsreichen musikalischen Querschnitt aus etwa 30 Jahren Rock-Pop-Geschichte bis heute.

Redaktion: Nun möchte ich noch auf Dein Equipment zu sprechen kommen! Was setzt Du live und im Proberaum ein und warum?
Tommi: Kommt ganz auf die Location an. Bei kleinen Kneipen-Gigs oder kleinen Privatveranstaltungen spiele ich ein kleines TAMA-Superstar-Set. Auf größeren Bühnen kommt natürlich mein größeres 8008-er Rocktour-Custom (Yamaha) zum Einsatz. Baujahr 1992 aber topgepflegt. Wenn das fahren würde, kann man da, glaube ich, schon ein H-Nummernschild beantragen. Mikrophonierung bei beiden Drumkids: Bassdrum: AKG-D112, Snare: E-Voice-Gesangsmiko (Blackfire-Serie) und Toms Sennheiser 904E, Submischpult (wenn erforderlich) Yamaha 01V. Warum? Naja, alles zusammen bringt halt gute Sound-Ergebnisse und ist bezahlbar.

Redaktion: Nenne uns bitte zum Ende des Interviews Deine 5 Alben für die einsame Insel (@Digital Natives: Alben = CDs = mp3s)
Tommi: Ich höre seltsamerweise privat sehr wenig Musik. Von daher kann ich nicht großartig Alben an zitieren, allenfalls Bands: Ich mag „Nickelback“, „Nightwish“ (wohl die Alten mit Sängerin Tarja Turunen), „Mothers Finest“ und zum Chillen auch mal was Ruhigeres, wie Eros Ramazzotti oder Alannah Myles (wobei die auch nicht immer ruhig ist). Eben nach wie vor sehr vielschichtig.

Redaktion: Vielen Dank für das nette Gespräch!
Tommi: You welcome – danke auch!